Ein Traumschiff wird gebucht

Frederik Z. kommt ins Reisebüro und bucht eine Kreuzfahrt aufdem Traumschiff »Luderleben« für sich und seine Frau vom 12. Februar bis zum 1. Marz. Fragt die Reisebüro-Mitarbeiterin:
»Möchten Sie getrennte Betten in Ihrer Kabine? Getrennte Kabinen?« Frederik Z.: »Am liebsten getrennte Schiffe. «

Auch mündliche Zusagen einer Reisebüro Mitarbeiterin werden Vertragsinhalt, wenn es sich bei dem Reisebüro um die Agentur des Ver anstalters UTI, RUN oder auch TIS handelt. Der Reisevermittler und seine »Counterkräfte« sind Vertreter des Veranstalters und nehmen eine Doppelstellung ein (Verpflichtung gegenüber dem Reisenden und gegenüber dem Veranstalter – so BGH NJW 1982, 377). Natürlich muß der Reisende die mündlichen Zusagen beweisen können. Ist er dazu in der Lage, dann hilft dem Vermittler oder auch dem Veranstalter die Berufung auf die sogeannte »Schriftformklausel« nichts, denn zum einen gehen Individualabreden dem »Kleingedruckten« vor (vgl. § 4 AGBG), zum anderen aber sind Klauseln, die für die Wirksamkeit von vertraglichen Zusagen die Schriftform als Geltungsvoraussetzung haben, rechtlich bedenklich (vgl. § 9 AGBG).